Erstes gynäkologisches Schockraum-Training für Pflegekräfte der Notaufnahme am Klinikum Landkreis Erding
v.l. Laura Salberg, Irene Brotsack (Oberärztin der Gynäkologie), Clara Kaiser (Assistenzärztin der Gynäkologie), Silke Schubert, Veronika Kaue, Senay Rabl, Dimitrios Diamantidis, Andrea Gold, Frauke Stinner, Arlind Mzi
Bereits jetzt werden in der Schockraumversorgung regelmäßig Übungen mit Fokus auf internistischen und chirurgischen Notfällen durchgeführt. Mit dem neuen Format wird die Notaufnahme nun gezielt auf seltene, aber potenziell lebensbedrohliche gynäkologische Situationen vorbereitet. Ziel ist es, im Rahmen der Ersteinschätzung – Stichwort Triage – kritische gynäkologische Zustände frühzeitig zu erkennen, um unmittelbar das zuständige Fachpersonal zu alarmieren.
Im Mittelpunkt des praktischen Trainings standen zwei Notfallszenarien:
Bauchhöhlenschwangerschaft mit intraabdomineller Blutung: Diese Form der Schwangerschaft kann bei Ruptur zu massiven inneren Blutungen führen und ist potenziell lebensgefährlich. Die Inzidenz liegt bei ca. 1 bis 2 % aller Schwangerschaften.
Eklampsie im Wochenbett (Schwangerschaftsvergiftung nach der Geburt): Ein ebenso seltenes wie gefährliches Krankheitsbild, das auch nach der Geburt noch auftreten kann. Ohne rasche Behandlung kann es zu Krampfanfällen, Organschäden oder sogar lebensbedrohlichen Komplikationen kommen.
Das neue Trainingsformat soll künftig alle drei Monate stattfinden und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Es stellt einen wichtigen Schritt dar, um die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Notfall weiter zu stärken und die Versorgung gynäkologischer Notfälle im Landkreis Erding weiter zu verbessern.

