Internationale Pflegefachkräfte am Klinikum Landkreis Erding erlangen staatliche Anerkennung

stehend v.l.
Naida Klepo (Praxisanleitung), Diana Mauzer (Praxisanleitung), Lorena Hernandes da Silva, Mohamed Ben Abdelafou, Malek Kamel, Mayumi da Silva Abekawa, Pflegedirektorin Michaela, Zylka und Integrationsbeauftragte Annette Haas
sitzend v.l.
Aysuda Fallahasli, Parisa Ahmadvant, Elmedina Kelmendi, Mediha Music

Das Klinikum Landkreis Erding begrüßt 11 neue Pflegekräfte aus dem Iran, Tunesien, Kosovo, Türkei, Bosnien und Basilien. Die neuen Kolleginnen und Kollegen haben in ihrer Heimat bereits eine Pflegeausbildung abgeschlossen, doch erst durch die staatliche Anerkennung in Deutschland erlangen sie die Gleichwertigkeit ihrer Abschlüsse und die Berechtigung zur Nutzung der Berufsbezeichnung. Landrat Martin Bayerstorfer hieß die neuen Fachkräfte im Klinikum sowie im Landkreis herzlich willkommen und betonte die Notwendigkeit internationaler Unterstützung angesichts des Mangels in der Pflegebranche. Er sprach den neuen Mitarbeitenden seinen Dank für die Entscheidung für den Standort Erding aus und lobte ihren besonderen Einsatz da sie trotz ihrer Qualifikationen im Ausland zusätzliche Schulungen für die hiesige Anerkennung absolvieren.

Der Weg bis zum Erhalt der Urkunde dauert in der Regel mehrere Monate in denen die Neuankömmlinge bereits begleitend im täglichen Pflegebetrieb mitwirken. Nach dem Nachweis von Sprachkenntnissen auf dem Niveau B2 folgt ein viermonatiger Kurs zur Vorbereitung, der sowohl theoretische als auch praktische Anteile umfasst und damit der klassischen dualen Ausbildung ähnelt. Eine erfolgreich abgelegte Kenntnisprüfung bildet schließlich den offiziellen Abschluss des Verfahrens. Die Lerninhalte sind dabei sehr vielfältig und reichen vom fachbezogenen Deutschunterricht über die Berufskunde und Hygiene bis hin zur Pflegedokumentation sowie zur Krankheitslehre und der Vermittlung nationaler Expertenstandards oder lebensrettender Sofortmaßnahmen.

Damit die Ankunft in der neuen Heimat sowie am Arbeitsplatz reibungslos verläuft, unterhält das Klinikum eine eigene Stelle für die Integration. Die Integrationsbeauftragte unterstützt die Fachkräfte bereits ab dem Zeitpunkt der Bewerbung und begleitet sie durch den gesamten Prozess der Anerkennung. Die Hilfe umfasst Behördengänge sowie Unterstützung bei Anträgen, der Anmeldung zu Sprachkursen oder der Eröffnung eines Bankkontos sowie die laufende Begleitung in der Praxis. Sogar gemeinsame Trainingseinkäufe im Einzelhandel gehören zum Programm, um den Alltag in Deutschland kennenzulernen. In den vergangenen vier Jahren konnten so bereits Mitarbeitende aus zahlreichen Ländern wie Tunesien, Bosnien, China, Mazedonien, Albanien, Iran, Albanien, Philippinen, Serbien und Indien erfolgreich integriert werden. Momentan sind noch weitere 6 Personen zur Anerkennung im Klinikum beschäftigt. Bayerstorfer erklärte, dass diese intensive Unterstützung ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und zugleich ein notwendiges Instrument für die Personalrekrutierung sei.

 

Zurück