Pfarrgemeinderat und kfd St. Johannes spendet für den Palliativdienst am Klinikum Landkreis Erding
Der Palliativdienst des Klinikums Landkreis Erding hat eine Spende in Höhe von 1.000 Euro vom Pfarrgemeinderat und der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) der Pfarrgemeinde St. Johannes Erding erhalten. Der Betrag stammt aus den Erlösen des Weihnachtsbasars der kfd. Weitere Einnahmen aus dem Basar in Höhe von insgesamt 5.000 Euro gingen ebenfalls an soziale Zwecke wie das Frauenhaus sowie an die Entwicklungshilfe.
Der Palliativdienst möchte die Spende für die Gestaltung zweier Patientenzimmer auf den Stationen 2a und 2b verwenden. Geplant ist, eine ruhige, angenehme Atmosphäre sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für deren Angehörige zu schaffen.
Dabei bedeutet „palliative Gestaltung“ ein abgestimmtes Farbkonzept, spezielles Beleuchtung und Nutzung von Musik- und Duftelementen. So soll eine ruhige, angenehme Atmosphäre sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für deren Angehörige geschaffen werden.
Im Jahr 2025 hat der Palliativdienst am Klinikum Landkreis Erding insgesamt 446 Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige mitbetreut Seit einem Jahr besteht am Klinikum dieser interprofessionelle Palliativdienst, der sich der Begleitung schwerstkranker Menschen widmet. Im Mittelpunkt stehen die Linderung belastender Symptome, Zuwendung mit Zeit als auch stärkere Berücksichtigung individueller Wünsche und Bedürfnisse.
Der Palliativdienst schafft Raum für das, was im oft hektischen Klinikalltag zu kurz kommt: Zeit, Fürsorge, Gespräche über persönliche Lebensperspektiven und eine ganzheitliche pflegerische und medizinische Betreuung am Lebensende. Dazu gehört auch die Organisation einer optimalen Anschlussversorgung, etwa durch die Rückkehr ins häusliche Umfeld mit Unterstützung des SAPV-Teams (spezialisierte ambulante Palliativversorgung) oder des Hospizvereins, eine Weiterverlegung in spezialisierte Einrichtungen wie Palliativstationen oder Hospize sowie die Individuell angepassteegleitung beim Sterben direkt im Krankenhaus.
Initiiert wurde der Palliativdienst auf Anregung des SAPV-Teams Erding, das auch eine dreijährige Anschubfinanzierung sicherte. Diese Förderung ermöglicht den Aufbau nachhaltiger Strukturen für eine zukunftsorientierte Versorgung schwerstkranker Menschen im Landkreis Erding.
Das Team setzt sich aus Palliativmedizinerinnen und -medizinern, spezialisierten Pflegekräften, einer akademisch ausgebildeten Gesundheits- und Krankenpflegerin, einer Mitarbeiterin des SAPV-Teams mit Doppelfunktion im Sozialdienst, einer Seelsorgerin sowie dem Case Management zusammen. Die enge interprofessionelle Zusammenarbeit steht beispielhaft für ein modernes Verständnis palliativer Versorgung.
Landrat Martin Bayerstorfer betont: „Die große Zahl an Anfragen zeigt deutlich, wie hoch der Bedarf an einer einfühlsamen Begleitung am Lebensende ist. Mit dem neuen Palliativdienst am Klinikum Landkreis Erding haben wir einen wichtigen Schritt hin zu einer Gesundheitsversorgung getan, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und ihn gerade in seiner letzten Lebensphase nicht allein lässt.“
Im Bild v.l.: Landrat Martin Bayerstorfer, Birgit Jöbstl (Pfarrgemeinderatsvorsitzende St. Johannes), Claudia Dorfner (katholische Seelsorgerin im Klinikum Landkreis Erding), Hilde Scharl (kfd), Vanessa Niedermaier (akademisierte Gesundheits- und Krankenpflegerin), Irmi Zottmann (kfd), Dr. Claus Herr (Oberarzt Kardiologie und Pneumologie, Palliativmediziner), Waltraud Sandner (kfd), Dr. Gernot Berthold (Chefarzt Gastroenterologie), Dr. Andrea Hasse (Leitende Oberärztin Schmerztherapie, Palliativmedizinerin), PD Dr. Lorenz Bott-Flügel (Ärztlicher Direktor)

