Sitzung des Krankenhaus-Ausschusses am 10. Juli

Am 10. Juli 2019 hat der Krankenhaus-Ausschuss getagt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Leistungsentwicklung, Themen rund um die Mitarbeiter sowie ein Antrag der CSU-Kreistagsfraktion vom 8. April 2019 zur Unterstützung der Pflegekräfte bei der Betreuung demenzkranker Patienten.

Leistungsentwicklung
Die sehr positive Entwicklung aus dem ersten Quartal hat sich insgesamt auch im zweiten Quartal fortgesetzt. Die wichtigsten Kennzahlen – darunter vor allem die Case-Mix-Punkte, nach denen die stationäre Krankenhausversorgung im DRG-System von den Kassen finanziert wird, sowie die Patientenzahl – liegen alle sowohl über dem Wirtschaftsplan als auch über den Vorjahreszahlen. Die Case-Mix-Punkte stiegen um 3,3 % im Vergleich zum Plan und um 4,4 % zum Vorjahr. Die Patientenzahlen stiegen um 1,6 % zum Plan und um 2,4 % zum Vorjahr: insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2019 im Klinikum Landkreis Erding 8.486 Patienten behandelt.

Ballungsraumzulage
Die Ballungsraumzulage, die zwar für Mitarbeiter des Landratsamts gezahlt wird, nicht aber für Mitarbeiter des Klinikums, soll für letztere eingeführt werden: das hat der Krankenhausausschuss in seiner heutigen Sitzung auf Initiative von Landrat Martin Bayerstorfer beschlossen. „Es gehört zum Fairness-Grundsatz, dass die Mitarbeiter gleich behandelt werden; daher halte ich es für den einzig richtigen Weg, dass die Ballungsraumzulage für die Krankenhaus-Mitarbeiter gezahlt wird, auch wenn das höhere Kosten bedeutet“, so Landrat Bayerstorfer. Die Ballungsraumzulage wird unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt, die in der Verordnung über das Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP) festgelegt sind; demnach müssen Hauptwohnsitz und Sitz der Dienststelle in festgelegten Kommunen im Stadt- und Umlandbereich von München liegen sowie bestimmte Einkommensgrenzen unterschritten werden. Aktuell sind im LEP folgende Kommunen des Landkreises genannt: Erding, Forstern, Ottenhofen und Wörth. Am Klinikum Landkreis Erding sind es derzeit 306 Personen, die die Ballungsraumzulage künftig erhalten werden; das Gesamtvolumen der Zahlungen beträgt etwa 395.000 Euro zzgl. Arbeitgeber- und Sozialversicherungsanteilen pro Jahr.

proMed GmbH
Die proMed GmbH wurde im Jahr 2005 mit dem Ziel gegründet, ein Servicegesellschaften-Modell zu etablieren. Derzeit sind 165 Mitarbeiter in der GmbH beschäftigt, unter anderem in Bereichen wie Wirtschafts- und Versorgungsdienste, aber auch Funktions- oder Verwaltungsdienst. Mit der Umwandlung des Kommunalunternehmens in einen Regiebetrieb soll auch die künftige Handhabung der Rechtsbeziehungen zwischen der proMed GmbH und dem Landkreis Erding neu strukturiert werden. Der Krankenhausausschuss hat daher beschlossen, 44 Mitarbeiter aus der proMed GmbH zu lösen und als Mitarbeiter des Landkreises weiter zu beschäftigen, was für zusätzliche Kosten in Höhe von maximal 25.000 Euro pro Jahr sorgt. Die verbleibenden 121 Mitarbeiter aus dem Bereich Wirtschafts- und Versorgungsdienste werden weiterhin im Rahmen des bestehenden Dienstleistungsvertrages bei der GmbH beschäftigt sein.

Unterstützung der Pflegekräfte bei der Betreuung demenzkranker Patienten
Die CSU-Kreistagsfraktion hat am 8. April 2019 die Erarbeitung eines Konzepts beantragt, wie die Pflegekräfte im Klinikum Landkreis Erding bei der Betreuung demenzkranker Patienten unterstützt werden könnten. Bislang werden dort noch keine speziellen Maßnahmen getroffen, da die Zusatzkosten für die spezielle Betreuung demenzkranker Patienten in Krankenhäusern von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Sowohl Landrat Martin Bayerstorfer als auch die Pflegedirektion würde ein solches Konzept jedoch sehr begrüßen, und so wurden in der Krankenhausausschuss-Sitzung Hintergründe zum Krankheitsbild und einige Empfehlungen und Argumente der Pflegedirektion für ein solches Konzept vorgestellt. Zu den Empfehlungen gehören sowohl eine sogenannte demenzsensible Milieugestaltung, also Hilfsmittel und zusätzliche Räume, als auch eine personelle Unterstützung der Pflegekräfte durch zusätzliche Betreuungskräfte. Bei der Diskussion zu diesem Thema waren sich die Kreisräte alle einig, dass ein derartiges Konzept umgesetzt werden sollte. Die Pflegedirektion wurde in der Sitzung damit beauftragt, ein detailliertes Konzept zu erstellen, das geeignete Maßnahmen aufzeigt, den finanziellen Bedarf erfasst und eventuelle Fördermöglichkeiten miteinbezieht.

Zurück